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Freitag, 21.03.2008

»Aus der Enge in die Weite« - Ausstellung an der Fachhochschule der Sächsischen Verwaltung in Meißen

Bilder von Ingo Kuczera werden an der Fachhochschule für Verwaltung Meißen ausgestellt
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Dienstag, 29.05.2007

Zwei Jahre Rauchfrei

Zwei Jahre rauchfrei! Am 28. 05. 2005 hatte ich abends nach der Tagesschau meine letzte Zigarette geraucht.
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Sonntag, 16.07.2006

überlebt!

Letztens sagte ich so leichthin zu Elise, jetzt habe ich meinen Vati überlebt. Der war am 28. April 1978 an Krebs gestorben. Lebte 15.281 Tage, also eben knapp 42 Jahre.
So lange lebte ich am 05. Juli 2006. Okay, das habe ich geschafft. Außerdem geht's mir noch gut, und ich halte das Nichtrauchen nunmehr schon 413 Tage durch (seit 29. Mai 2005).

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Freitag, 02.12.2005

Kunstauktion Radebeul zugunsten Gedenkausstellung Katalog Ingo Kuczera


Geflügeltes und Goldiges unterm Hammer

Radebeul. Erde, Wasser, Luft und Feuer sind in der Skulptur "Das fünfte Element" des Radebeuler Künstlers Dieter Beirich versammelt - als Stein, Vogel, Fisch und als Streichholzschachtel. Die Utensilien wirken aber nur wie Beiwerk im Vergleich zum fünften Element: Ein barbusiges Weib mit Minirock und Zylinder. Beirich erschuf das phantasievolle Ensemble für ein Sommerprojekt - für die Auktion am Freitag trennt er sich jetzt vom Weib.

Seit Jahren schon ist es das Anliegen des Förderkreises der Stadtgalerie, zu einer Kunstauktion im Advent ungewöhnliche Geschenke unter den Hammer zu bringen. Auch in diesem Jahr ist dies gelungen: Laut Stadtgaleristin Karin Gerhardt haben 18 Künstler ihre Werke zur Versteigerung gegeben. Neben dem "fünften Element" sind das zum Beispiel ein Engel von Christiane und ein gedruckter Weihnachtsmann von Gunter Herrmann, ein vergoldeter Hermaphrodit von Gabriele Reinemer, ein beidseitig bedruckter Holzriss von Werner Wittig, ein essbares Künstlerherz und kleine erotische Stücke von Horst Hille. Wie schon in den Vorjahren hat auch die Buchhandlung Sauermann im Antiquariat gesucht und zwei Drucke des Künstlers Artur Henne mit Motiven aus der Sächsischen Schweiz aus dem Jahr 1925 ausgegraben, die nun unter den Hammer kommen. Und sogar die Stadtgalerie selbst wird ein Stück beisteuern: Für die Aktion wird der große "Liebesapfel vom Nussbaum der Erkenntnis" aus dem Hof des Kulturamtes gepflückt.

Als Auktionator tritt Lars Hahn hinters Pult, Enkel von Martin Andersen Nexö und beredter Erzähler, der zu jedem der kuriosen Stücke mit einer Geschichte aufwartet. Zum Beispiel die: Für einen Zahnarzt und Elefantenfan sollte Peter Graf ein Bild malen. Der Zahnarzt tritt darauf als Dompteur auf und hält einen riesigen Elefantenzahn in der Hand. Eine Druckgrafik dieses Motivs wird zur Versteigerung erhältlich sein. Der Erlös des Abends kommt vollständig der geplanten Gedenkausstellung und dem Katalog für den verstorbenen Ingo Kuczera zugute.


Auktion "Kunst & Kuriositäten" am Freitag in der Radebeuler Stadtgalerie, Altkötzschenbroda 21, mit Werken von 18 Künstlern, Besichtigung: ab 18.30 Uhr, Beginn: 19.30 Uhr, Mindestgebote ab drei Euro


[ via: Dresdner Neueste Nachrichten Online ]
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Dienstag, 11.10.2005

Im wilden Strome unverloren


In Blau und Grün, den oft zitierten Farben in Eichendorffs Erzählungen und Gedichten, voller Zeichen und vor allem mit zierlichen, langgestreckten Frauenköpfen oder -figuren zeigen sich die Bilder des Radebeuler Malers/Grafikers Ingo Kuczera (1964-2004) dem Besucher des Refugiums auf der Böhmertstraße. Der Künstler gehörte zum Stamm von Sabine Aurich-Rogges Galerie, verstarb aber im letzten Jahr auf tragische Weise. Schon 2002 hat er mit einer Personalausstellung im Kunst-Raum Medingen auf sich aufmerksam gemacht. Leider aber erfuhr sein Werk nicht die verdiente Anerkennung. Stille Kraft und eine zartfühlende, erfinderische Poesie, die sich in seinen Bildern kundtun, könnten manchen Dresdner Kunstfreund überraschen. 4000 Arbeiten zählt das umfangreiche Îuvre des Künstlers, das erst einmal gesichtet und bearbeitet werden muss.

Sabine Aurich-Rogge hat in den vier Haupträumen der Galerie und im Treppenhaus einen kleinen Teil der wichtigsten Arbeiten der letzten zehn Jahre zu einem schlüssigen Ensemble zusammengestellt, das einen Streifzug durch die Welt des Künstlers bietet, wobei die letzten vier Lebensjahre eine Aufhellung der Palette mit sich brachten. Eine Reise durch die Zeit, zu fernen Gefilden der Fantasie, an die Grenzen des Daseins, ähnlich wie sie Eichendorff, einer seiner geliebten Dichter in seiner romantisch gestimmten Erzählung "Aus dem Leben eines Taugenichts" und in seinen Gedichten unternimmt. Hin- und hergerissen zwischen Höhenflug und melancholischer Depression teilt sich auch das Werk Kuczeras mit: Sanfte Frauen beherrschen die Bilder, in erdachten Landschaften, mit Schwänen, Vögeln, Pferden und anderem zeichenhaften Beiwerk, die ungewöhnliche Schöpfungen surrealer Fantasie darstellen. Es ist, als säßen oder stünden die Frauen in geheimen Räumen, innehaltend und ein wenig verklärt, spielten das Spiel inniger Versunkenheit bestürzter oder nachdenklicher Art.

Das Verhältnis von Raum und Figur ist dabei zentrales Thema, das sich besonders gut in den Zeichnungen erkennen lässt. Der direkte, natürliche Raum und der gebaute, oft wankende und umstürzende Raum, wird immer wieder abgetastet, mit diffusen Staffagen besiedelt, eine reiche Fantasiewelt, auf die die Figuren immer wieder anders reagieren. Auch in der Malerei finden sich zeichnerische Aspekte, gerade in der sensiblen Kontur, die klar im Bild steht. Nur die Farbe scheint zu wandern. Von Bild zu Bild setzen sich das wandelbare Grün und die dunklen Blautöne fort, um auf einem anderen Gegenstand sich niederzulassen. Farbschichten und Flächenabschnitte gehen ineinander über, teilen unauffällig das Bild in Zonen und Segmente.

Nicht wenige Bilder aber sind vor allem eine Hommage an die Frau. Kuczera, von einer unglücklichen, großen Liebe gezeichnet, verleiht seinen Frauengestalten immer etwas von der Anmut und Zerbrechlichkeit weiblicher Ausstrahlung. Für ihn sind sie im Bilde verwandelte, verführerische Zauberwesen, zu denen sich die Tiere gesellen. Schwan, Delphin und Einhorn bilden eine hintergündige Symbolik. Eine Gartenlandschaft mit Fluss steht im Zentrum der Ausstellung. Darin eine kopfüber stürzende Figur, die das eigene Schicksal Kuczeras vorwegnimmt und in ihrer Tragik an Georg Heym oder an die Todessehnsucht in Eichendorffs Werk erinnert.

Kuczera, der eng mit Peter Graf befreundet war, wurde von diesem mehrmals gemalt, so in einem Porträt und einer wandelnden Figur im Wald. Beide Bilder Grafs sind der Ausstellung beigegeben. Kuczera war ein großer Zweifler an seiner Kunst, der sich gern gering achtete. Die Ausstellung hätte ihn eines Besseren belehrt. Viele seiner Freunde sind inzwischen zu seinen Verehrern geworden. In "An die Freunde" schreibt Joseph von Eichendorff in einem Gedicht: "Dass hoch die Bilder, die noch dämmernd schweben, / Wo Morgenglanz geblendet meinen Sinn -/ An eurem Blick erwachsen und sich heben. / In euren treuen Herzen neu geboren, / Sind sie im wilden Strome unverloren."

Heinz Weißflog

Bis 6. November im Refugium, Böhmertstr. 6, Do/Fr 15-20 Uhr Sa/So 11 bis 19 Uhr u. nach Vereinbarung. Freitag, 20 Uhr, liest Gunter Schoß aus Werken Joseph von Eichendorffs, Gesang: Oksana Weingart-Schöne u. Gerald Schöne. Kartenvorbestellung: 0351/569311.

www.refugium-dresden.de

[ Quelle: Dresdner Neueste Nachrichten Online ]
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Montag, 05.09.2005

100 Tage rauchfrei

Juchu, die ersten 100 Tage sind geschafft. Hätte ich selbst kaum geglaubt, dass ich mir das Rauchen wirklich konsequent abgewöhnen kann. Werde ich gleich mal eine Flasche Rotwein dafür aufmachen ;-)

Donnerstag, 01.09.2005

Klimaschäden bis 2050 in USA mehr als 327 Milliarden Euro


(aus STern, 31. 8.2005)
Klimaexperten haben keinen Zweifel, dass die allgemeine globale Erwärmung die Lage auch im Süden der USA zuspitzt. "Es gibt klare Anzeichen, dass die Klimaerwärmung eine Rolle spielt. Auch wenn das nicht der Hauptfaktor ist: Manchmal wird so etwas zum Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt", sagt der Klimaexperte Kevin Trenberth. Die Meerestemperatur stieg seit den 70er Jahren um ein halbes Grad Celsius, sagt der Klimaexperte der Wetterbehörde NOAA, Thomas Knutson. "Diese erhöhte Wärme hat das Potenzial, Hurrikans noch intensiver zu machen als wir sie heute sehen", sagte er. "Wir sprechen von einer unglaublichen Umweltkatastrophe", sagt Ivor van Heerden, stellvertretender Leiter des Hurrikan-Zentrums der Universität von Louisiana.

Angesichts der noch nicht abzusehenden Schäden durch "Katrina" haben Umweltschützer US-Präsident George W. Bush zu einer Kehrtwende in der Klimapolitik aufgefordert. "Will Bush nicht immer öfter Katastrophenalarm ausrufen, muss er die Klimavorsorge endlich ernst nehmen", verlangte der Präsident von "Friends of the Earth", Brent Blackwelder.

"Für diese Politik zahlen die Menschen einen hohen Preis"
Bush vernachlässige die Klimapolitik sträflich und subventioniere stattdessen die Kohle- und Ölindustrie in noch nie da gewesenem Maße, so Blackwelder. "Für diese Politik zahlen die Menschen auch in unserem Land einen hohen Preis."

Für die amerikanische Wirtschaft würde sich die Investition in den Klimaschutz nach Ansicht der Umweltorganisationen rechnen. Experten schätzten die Klimaschäden bis 2050 in den USA auf mehr als 327 Milliarden Euro, allein "Katrina" soll bis zu 30 Milliarden Dollar Schäden hinterlassen haben. Die Kosten zur Vermeidung der Klimaschäden über Energieeinsparungen und Förderung erneuerbarer Energiequellen werden nach Angaben der Umweltschützer auf etwa 140 Milliarden Dollar taxiert.

Einige amerikanische Bundesstaaten ziehen inzwischen an ihrem als widerspenstig empfundenen Präsidenten vorbei. Neun Staaten im Nordosten der USA haben sich im August weitgehend darauf geeinigt, die Treibhausgase aus ihren Kraftwerken eigenständig bis 2020 zu senken. An der US-Westküste formiert sich eine ähnliche Koalition.

Mit Material von DPA/AP/Reuters
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New Orleans


Es gibt Nachrichten, da kann man einfach nur noch heulen: Ganz New Orleans unter Wasser, die Stadt muss vollständig evakuiert werden. Neben der Leichlebigkeit der Leute in Louisiana sprechen Kommentatoren von Versäumnissen der USA-Politik, die mehr Geld in den Aufbau von Homeland-Security und in den Irak-Krieg gesteckt hat und den geldfluss für den Katastrophenschutz versiegen ließ. Und Bush fliegt mit dem Flugzeug drüber und sagt: "Da steht nichts mehr". Ob er angesichts dieser Bilder vielleicht begreift, dass fehlender Klimaschutz auch die USA-Wirtschaft schädigt und es SChwachsinn ist, Ökologie und Ökonomie gegeneinander auszuspielen.
Ich denke an meine drei Tage in New Orleans, jede nacht im French Quarter. Es ist wirklich zum Heulen. Und in Deutschland schürt BILD die "Benzin-Wut" - als ob es nicht offensichtlich wäre, dass es eine Frage von Verfügbarkeit ist, wie teuer Öl ist. Als ob Trittin dran schuld wäre, dass ein Wirbelsturm über den wichtigsten amerikanischen Ölhafen rast. Und die CDU weiß folgende kluge Aussage: "Wenn ich mit dem Auto doppelt so schnell fahre, bin ich nur halb so lange unterwegs und schädige daher das Klima nur halb so stark." Sagte Herr Rehberg, McPom, Landesliste Platz 2. Also wir müssen den Pullover etwas schneller zu Ende stricken, wenn die Wolle zuende geht. Bisher hatte ich nicht geglaubt, dass man solchen Schwachsinn ernsthaft in den politischen Disput werfen darf. Aber die CDU darf wohl. Pierer, der neue Wirtschaftsmann von Merkel (nachdem Müller schnell abgemeldet wurde) will eine Verlängerung der AKW-Laufzeiten auf 60 Jahre. Egal, dass das Uran voraussichtlich nur noch 50 Jahre hält. Egal, dass die Dinger dann schrottreif sind. Egal, wie unsicher sie sind.
Und in Sachsen werden Journalisten bespitzelt wie weiland zu Mielkes Zeiten.
Mir graut vor dieser CDU.
"Wer New Orleans als Siedlung erhalten will, muss die Deiche höher bauen und nach dem nächsten Hurrikan oder Starkregen noch höher. Wer New Orleans erhalten will, muss akzeptieren, dass der Ort mit jedem Meter Deichhöhe gefährdeter wird. Hurrikane sind nicht zu zähmen, ebenso wenig ein Strom wie der Mississippi - erst Recht nicht in Zeiten des Klimawandels. Große, starke Technik mag dem Menschen immer wieder das Trugbild vom Herrscher über die Naturgewalt vorgaukeln. Das ist ein für die Zivilisation konstitutiver Irrtum." schreibt die Berliner Morgenpost mit Recht. Es wird Jahre dauern und mindestens 14 Milliarden Dollar kosten, bis man in New Orleans wieder leben kann.
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Sonntag, 28.08.2005

Wahlkampf hat begonnen


Nachdem das Bundesverfassungsgericht nun die Neuwahl bestätigt hat, legen wir auch im Weißeritzkreis mit Wahlkampf los. Unser erster Info-Stand war (im Regen) am Freitaler Weißeritzpark. Habe ungefähr eine dreiviertelstunde mit einem Mann über Energiepolitik diskutiert, während die anderen unsere Materialien verteilten. Dabei ist mir wieder einmal deutlich geworden, wie sehr die Energiepolitik ein Schlüsselbereich für alles andere ist (sozial, friedenspolitisch, wirtschaftspolitisch sowieso).
Am Freitag war dann das Forum von Pro Jugend e.V.Von der Form her interessant, da kein klassisches Podium, sondern Gesprächsrunden an Tischen, wo die Jugendlichen sich aussuchen konnten, zu wem sie hingingen. Sehr breites Themenspektrum - und keine Gefahr, talkshow-mäßig auf den anderen "einzudreschen".
Übrigens meinte die "Sächsische Zeitung" in einem Kommentar, meine Pressemitteilung zu CDU-Brähmig zum Mauerbau an der polnischen Grenze als "eindreschen" zu bezeichnen. Ich lege Wert darauf, nochmal den Kontext herzustellen: Brähmig hatte den Bau einer Mauer mit Stacheldraht an der polnisch-ukrainischen Grenze als optimal bezeichnet. Es ist für mich immer wieder erschreckend, wie sich die CDU dem Vokabular und Geist des rechten Randes bedient: Henry Nitzsche mit dem Wahlkampfslogan "Arbeit, Familie,
Vaterland" (siehe dazu auch Spiegel vom 24. 08.), und übrigens auch der zentrale Slogan "Sozial ist, was Arbeit schafft" (1933 Hugenberg, Deutschnationale Volkspartei: "Sozial ist wer Arbeit schafft".
Am Sonnabend dann Info-Stand auf dem Pirnaer Marktplatz - die Einheimischen weniger gesprächsbereit, aber ein paar angenehme Dialoge mit Touristen aus westlichen Bundesländern.
Sonnabend nachmittag war ich beim 10jährigen Jubiläum der Bürgerwindanlage auf der Opitzhöhe (bei Tharandt) dabei und hatte sogar die Gelegenheit, das 40 Meter hohe (Nabenhöhe) Windrad zu besteigen. War bei meiner Höhenangst eine echte Herausforderung, aber der Blick von oben entschädigte für vieles. In der Umgebung ca. 25 Windanlagen zu zählen - und nach meinem Empfinden überhaupt keine Beeinträchtigung des Landschaftsbildes. Übrigens meinten auch Bewohner des wenige hundert Meter entfernten Ortes, die ich auf das Windrad ansprach: Kein Problem, auch wenn es im Herbst manchmal Schatten wirft. Da regt sich hier keiner drüber auf.
Klaus Brähmig (CDU) hingegen: Prinzipiell gegen Windenergie im Mittelgebirge, weil landschaftsschädigend. Und: Er bezieht seinen Strom eh aus der STeckdose (so antwortete er zumindest auf entsprechende Fragen von www.einkaufsnetz.org).
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Donnerstag, 11.08.2005

Stoiber, der Osten und die Demokratie


Neben der sehr aufschlussreichen Pressekonferenz der CDU/CSU vom Mittwoch (solche üble Hetze hatte ich, glaube ich, zuletzt bei Karl-Eduard von Schnitzler gehört)fand ich, dass nach Schönbohm der Herr Stoiber den Vogel abgeschossen hat mit seiner Bemerkung, er akzeptiere nicht, dass der Osten bestimmt, wer in Deutschland Kanzler wird. Hier offenbart sich doch ein Demokratieverständnis und es zeigt sich, dass Schönbohm keine einmalige Entgleisung war, sondern den Ossis in den Augen einiger westdeutscher Unionspolitiker eigentlich die Bürgerrechte aberkannt gehören. Als Galeerensklaven wären wir vielleicht noch gut genug. Und der Stimmenkauf hat auch nicht funktioniert: Da hat es so viel Geld aus dem Westen gegeben, und die wählen immer noch nicht CDU! Und der am Vormittag noch so kämpferische Kauder versteckt sich im ZDF feige und sagt trotz mehrfacher nachfrage kein Wort zu Stoibers Ausfällen.
Es ist wirklich traurig, aber der Wahlkampf der CDU/CSU ist derzeit ganz offensichtlich ein Wahlkampf für die sogenannten Linken, denen mit solchen Äußerungen die Wähler natürlich scharenweise zugetrieben werden. (... und deren politischen Ansätze auch eine immer kürzere Halbwertzeit haben - siehe Mindestlohnforderungen, immerhin eine Kernaussage des Programms). Und nun entblödet sich Stoiber auch nicht, so Dinge zu sagen wie: "Wir haben leider nicht überall so kluge Bevölkerungsteile wie in Bayern". Nun, was den Intelligenzquotienten betrifft, kann er damit vielleicht Herrn Brähmig von der hiesigen CDU gemeint haben, aber in seiner Pauschalisierung ordnet es sich in die Hobbysoziologie Schönbohmscher Prägung ein. Die dummen Ossis, wie mein Freund Dieter schreibt, "sozusagen als üble geld- und kindermordlüsterne Bande"...
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